Barbara Steuten – Schriftstellerin http://localhost:45727 "Man verpasst eine Menge Spaß, wenn man nicht über sich selbst lachen kann." - Sara Jeanette Duncan Sat, 17 Feb 2018 23:11:24 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.7.9 2018 ist das Jahr des Hundes http://localhost:45727/?p=1246 Sat, 17 Feb 2018 22:46:04 +0000 http://localhost:45727/?p=1246 Weiterlesen ]]> Gerade hat nach dem chinesischen Kalender das Jahr des Hundes begonnen.
Nach chinesischem Verständnis verkörpert der Hund Treue und Loyalität. Er setzt sich entschlossen für Gerechtigkeit, Gleichheit und Frieden ein. Um seine ethischen Ziele zu verwirklichen, schreckt er auch vor geräuschvollen Auseinandersetzungen nicht zurück.
Das Jahr 2018 steht ganz im Zeichen des Erd-Hundes. Ethische Prinzipien stehen bei ihm an oberster Stelle. Mit seinem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit verschafft er auch Minderheiten Gehör und scheut nicht den Kampf gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung. Er ist erfüllt von dem tiefen Glauben an Gleichheit und Brüderlichkeit. Deshalb bekommen im Jahr 2018, dem Jahr des Hundes, Werte wie Hilfsbereitschaft, Menschlichkeit und Fair-Play eine Menge frischen Aufwind“, erklärt dazu das Informationsportal China-Park.de
Hilfsbereitschaft, Menschlichkeit und Fair-Play spielen auch im Leben der Küsterin Kati Küppers eine entscheidende Rolle. Ihr ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit und ihr Einsatz gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung lassen vermuten, dass sie im Jahr des Hundes geboren worden sein muss. Davon hat sie selbst wahrscheinlich nicht die leiseste Ahnung, denn als bodenständige Christin beschäftigt sie sich nicht mit chinesischer Astrologie. Dass der Hund jedoch seine Familie bewacht und sein Revier vor ungebetenem Besuch verteidigt, erfährt auch sie in ihrem neuen Fall. Im Oktober 2018 kommt
Kati Küppers und der entlaufene Filou
in den deutschen Buchhandel.

 

Vor der Kirche in Niederbroich läuft Kati Küppers der Jack Russell Filou zu. Er findet bei einem Waldspaziergang eine von Maden befallene Leiche, die die Polizei nicht identifizieren kann. Auch Rechtsmedizinerin Natalie stößt an ihre Grenzen. Hier kann nur ein Experte helfen: Patentante Biggi, Professorin für Entomologie und Katis beste Freundin. Zum Unmut von Kommissar Rommerskirchen steckt Kati bald tief in den Ermittlungen. Sie stellt nicht nur die richtigen Fragen, sie ist auch ständig am richtigen Ort, etwa in der Bäckerei Bongarz, wo man sich die neuesten Gerüchte zuflüstert.
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Helau & Alaaf! http://localhost:45727/?p=1234 Sun, 11 Feb 2018 21:39:20 +0000 http://localhost:45727/?p=1234 Weiterlesen ]]> Während im Rheinland fröhlich gesungen, geschunkelt, gelacht und gebützt wird, sitze ich am Schreibtisch und bastle am 2. Kati-Küppers-Krimi. Ich plane, schreibe, verwerfe, schreibe neu, plane um, schreibe weiter, streiche Szenen und grüble über neuen Finten.

Wieder einmal ist in Niederbroich ein Verbrechen verübt worden. Und dieses Mal spielt ein Jack Russell Terrier namens Filou bei Katis Ermittlungen eine nicht unerhebliche Rolle. Natürlich suchen auch Kommissar Rommerskirchen und sein Kollege Tietke fieberhaft nach dem Mörder. Und selbstverständlich mischt Enkel Bene wieder mit. Dazu tauchen weitere Dorfbewohner aus Band 1 auf und sorgen für die niederrheinische Lokalkolorit.

Doch bis Band 2 im Buchhandel erhältlich ist, vergehen noch viele Monate, in denen das Buch lektoriert und korrigiert, gesetzt und gedruckt wird.

Deshalb habe ich mir für alle Kati Küppers Fans etwas Besonderes einfallen lassen, um die Wartezeit zu versüßen: Ab Ostern wird es hier auf der Homepage unter der Rubrik Neues aus Niederbroich ein paar Textschnipsel geben, die es leider nicht ins Buch geschafft haben, aber den Alltag im Dorf so herrlich widerspiegeln, dass ich sie euch nicht vorenthalten wollte.

Schöne Karnevalstage mit Helau & Alaaf wünscht euch eure Barbara Steuten

 

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Entspannte Weihnachtszeit und einen guten Start ins Jahr 2018 http://localhost:45727/?p=1227 Fri, 29 Dec 2017 15:42:34 +0000 http://localhost:45727/?p=1227 Weiterlesen ]]> Die Weihnachtsfesttage liegen bereits hinter uns, die Kirche dehnt jedoch die Weihnachtszeit bis zum Fest Epiphanie* aus. Das ist vor allem wichtig für die Menschen, die an den Festtagen alle Hände voll zu tun hatten, die Priester, Diakone, Organisten und nicht zuletzt die KüsterInnen, die in den Kirchen alle Jahre wieder erheblich zu unserer Weihnachtsstimmung beitragen.
„Zwischen den Jahren“ haben auch sie hoffentlich einmal Zeit, die Füße hochzulegen, Freunde zu besuchen und still an der Krippe zu sitzen. So macht es zumindest Kati Küppers.
Während sie (und Ihr?) die letzten Plätzchen genießt, schreibe ich von schwülwarmen Sommertagen am Niederrhein, von Touren mit Cabrio, Mofa und Custombike und von Mord und Vertuschungsversuchen. In wenigen Wochen muss nämlich das Manuskript zum zweiten Kati Küppers Krimi geschrieben sein, der dann im Oktober in den Buchhandel kommt.
Für alle, die den ersten Krimi um die Küsterin noch nicht kennen, hat der edition oberkassel Verlag ein kleines Weihnachtsgeschenk gepackt:
Überall, wo es eBooks gibt, ist „Kati Küppers und der gefallene Kaplan“ für kurze Zeit zum halben Preis erhältlich.
Ich wünsche Euch eine chillige Rest-Weihnachtszeit und Gottes Segen für das neue Jahr 2018

Eure Barbara Steuten

Wenn Ihr Eure Vorsätze für 2018 fasst, denkt daran:
„Jeder Tag hat zwei Henkel. Wir können ihn entweder an dem der Zaghaftigkeit anpacken oder an dem der Zuversicht.“
– Dwight D. Eisenhower –

*Epiphanie = Erscheinung des Herrn – in und um Köln besser bekannt als „Heilige Drei Könige“
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Vorweihnachtszeit – It’s the most … http://localhost:45727/?p=1223 Thu, 07 Dec 2017 17:26:08 +0000 http://localhost:45727/?p=1223 Weiterlesen ]]> wonderful stressful time of the year.

Oder gehörst du zu den fleißigen Wichteln, die schon im Oktober die Weihnachts-geschenke besorgen und jetzt zufrieden die Beine hochlegen können, während alle anderen in Hektik verfallen? Dann gratuliere ich herzlich und empfehle dir das Kati-Küppers-E-Book zum Schnäppchenpreis. Für (ent-)spannende Lesestunden bis zum Fest.

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Literarischer Kaffeeklatsch – Korschenbroich liest http://localhost:45727/?p=1213 Sat, 11 Nov 2017 12:49:54 +0000 http://localhost:45727/?p=1213 Weiterlesen ]]> Was für ein wunderbarer Nachmittag! Mit Prosecco, Kaffee und Kuchen wurden die Zuhörerinnen letzten Samstag in St. Andreas, Korschenbroich verwöhnt, während Rita Mielke, Claudia Meuser und Gisela Retz eine Reihe lesenswerter Bücher vorstellten.

Mittendrin durfte ich das Publikum nach Niederbroich entführen. Natürlich brachte uns die kleine Exkursion auf die Polizeiwache, wo Kommissar Rommerskirchen die Küsterin Kati Küppers in Verhör nahm, und in die Metzgerei, denn nirgendwo sonst erfährt man den neusten Dorfklatsch.

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5. Urlaubspralinchen – große Oper #frankundfreiSinnreichreisen http://localhost:45727/?p=1193 Fri, 20 Oct 2017 10:54:32 +0000 http://localhost:45727/?p=1193 Weiterlesen ]]> Unser Kirchenchor feiert bald sein 50jähriges Bestehen mit einem großen Konzert. Der Vorverkauf der Karten hat begonnen. Wir proben fleißig und ahnen langsam, wie gut die Aufführung werden kann.
Der Sommerurlaub ist hingegen eine gefühlte Ewigkeit her. Obwohl wir gestern noch in der Sonne auf der Terrasse mittaggegessen haben, scheint die dunkle Jahreszeit das Regiment übernommen zu haben. Und da heute Freitag ist, muss schnell ein Urlaubspralinchen her.
La Croix Valmer
Ich sitze bei strahlend blauem Himmel auf unserem Balkon, im Schatten, und schreibe Nachträge zu den Unternehmungen in Paris. Vor mir rotiert die Klimaanlage. Von Zeit zu Zeit erstirbt ihr Brummen. Dann höre ich von nebenan Opernarien. Ein Klassikliebhaber, der bei offenem Fenster seine Lieblingsstücke hört? Oder wohnt der Tenor tatsächlich zwei Zimmer weiter? Ich weiß es nicht. Es hört sich absolut echt an. Ich lausche angestrengt auf ein verräterisches Geräusch. Ein Kratzer auf der Schallplatte? Ein Hüpfer des CD-Spielers? Nichts dergleichen. Von der Straße hinter der Oleanderhecke dringt das Knattern von Mopeds an mein Ohr. Das heranrückende Müllfahrzeug zischt und schnaubt wie ein Metalldrache. Die Klimaanlage brummt wieder und von den kraftvollen Klängen des Sängers ist nichts mehr zu hören.
#frankundfreiSinnreichreisen
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4. Urlaubspralinchen – Von Montmatre zum Place de la Concorde und durch den Jardin des Tuileries #frankundfreiSinnreichreisen http://localhost:45727/?p=1183 Fri, 06 Oct 2017 13:32:49 +0000 http://localhost:45727/?p=1183 Weiterlesen ]]> Wir haben mittlerweile Oktober. In Deutschland regnet und stürmt es. Der Herbst zeigt sich von seiner turbulenten Seite. Mittags muss man schon Licht machen. Da erinnere ich mich gerne an die sonnigen Tage in Paris, wo wir unter den Bäumen des Cimetière de Montmatre, wie die Pariser den Nordfriedhof nennen, Schatten und Ruhe gefunden haben … und das Grab von Heinrich Heine.

Hier um die Ecke hat die fabelhafte Amélie Kaffee serviert. Nur einen Steinwurf von einer roten Mühle entfernt, die alle im Foto festhalten wollen. Leider laufen wir in die falsche Richtung und verpassen Amélie. Die Füße schmerzen. Wir nehmen die U-Bahn, um ins Hotel zurückzufahren. In der Metro spielt jemand wunderbar Klarinette und versüßt damit auch den abgearbeiteten Pendlern die Heimfahrt. Uns beflügelt die Musik, am Place de la Concorde auszusteigen, durch den Jardin des Tuileries zu flanieren und auf die Kirmes zu gehen.

Zwei Menschen schnallen sich in einer Metallkugel an und lassen sich in den Himmel schießen, wo sie an langen Gummiseilen wie ein Flummi rauf und runter hopsen und sich dabei mehrfach überschlagen. Schon beim Zusehen wird uns schlecht. Unser Geld investieren wir lieber in ein Eis. Das Riesenrad ist natürlich Pflicht. Rasant bringt es uns über die Dächer von Paris und gewährt uns Einblicke in schnuckelige Mansarden und blühende Dachgärten.

Unser Weg zum Hotel führt uns durch den kleinen Triumphbogen, an der Glaspyramide des Louvre vorbei und durch das Quartier des Halles.

Im Hotel legen wir einen Augenblick die Füße hoch, dann gehen wir Essen – und zwar heute endlich Französisch! Und irgendwie stehen auf der Karte doch wieder die gleichen Gerichte wie überall. Die Beschreibung meiner Hähnchenkeule mit Salat ist wenigstens in der Landessprache – und ich habe sie verstanden 😀
– allerdings nicht, dass Rotwein zu meinem Essen gehört, statt dem bestellten Vin Blanc. Das Mousse au Chocolat löffelt schließlich mein Sohn, weil ich ihn unvorsichtigerweise probieren lasse.

Der laue Sommerabend lockt uns nach dem guten Essen in den Innenhof des Hotels, wo wir den Tag beim Kartenspielen mit einem kühlen Getränk ausklingen lassen.

#frankundfreiSinnreichreisen

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3. Urlaubspralinchen – Licht und Schatten über Sacré-Coeur #frankundfreiSinnreichreisen http://localhost:45727/?p=1174 Fri, 29 Sep 2017 09:45:05 +0000 http://localhost:45727/?p=1174 Weiterlesen ]]> Paris – ein Montag im August 2017
Ich bin vor dem Wecker wach. Vom Bett aus habe ich einen fantastischen Blick über die Dächer von Paris. Der Himmel ist frisch geputzt, nicht ein Wölkchen zu entdecken.
Am Frühstücksbüffet wappnen wir uns für einen langen Tag mit Joghurt und Obst, warmen Crêpes, Croissants, dunklem Brot, Rührei, Speck und Tomaten, frischen Fruchtsäften, Wasser und natürlich Kaffee. Die Metro bringt uns in wenigen Augenblicken nach Montmatre, wo wir den Hügel zur Kathedrale hinaufklettern und dabei in den schmalen Gassen einladende Boutiquen, zauberhafte Cafés und verlockende Läden für Schreibwaren und Mitbringsel entdecken. Ich widerstehe dem Drang, hineinzugehen und zu stöbern, und hege die Hoffnung, dafür auf dem Rückweg Zeit zu haben.
Jetzt wollen wir erst einmal hoch hinauf: auf die Türme von Sacré-Coeur. Der Funiculaire bringt uns zum Fuß der Kirche, die wie ein Sahnehäubchen über Paris thront.
Vor dem Gebäude windet sich eine Warteschlange über den Gehweg, die sich aber stetig vorwärts bewegt. Dennoch ist Schatten rar und gefragt. Die Sonne hat bereits am frühen Vormittag enorme Kraft. Für alle Fälle habe ich einen leichten Schal dabei. Wenn es windig ist, schützt er meine Ohren. Heute dient er als Kopf- und Nackenschutz gegen zu viel Sonne. Von der Treppe unterhalb dringt Harfenmusik an unsere Ohren. Dann haben wir die Sicherheitskontrolle passiert. Die nächste Schlange bildet sich vor dem Turm und bewegt sich wesentlich langsamer. Aber wir stehen im Schatten und haben Urlaub … nur die Wasserspeier über unseren Köpfen grinsen frech.
Dreihundert Stufen sollen es bis zur Kuppel sein. Gezählt haben wir sie nicht. Nach den ersten hundert Stufen linksherum, windet sich die Treppe rechtsherum den Turm hinauf. Ich komme ordentlich ins Schnaufen. Die Chinesinnen weit hinter uns haben noch Luft zum Erzählen. Wie machen sie das nur? Die letzten Stufen zur Kuppel führen über die Dächer. Dann liegt uns Paris zu Füßen. Wow! Natürlich zücken wir die Handys und machen tausende Fotos.

In der Kirche dürfen wir das nicht. Der mittlere Bereich ist zum Beten abgeteilt und der Ordner pfeift die Frau mit dem Sonnentop und den Hotpants gnadenlos zurück. Sie darf die Kniebank im hinteren Bereich der Kirche benutzen.
Jetzt haben wir uns eine Erfrischung verdient. Im Schatten der Kirche schlürfen wir Eistee & Eiskaffee. Und verschnaufen ein wenig.
Abseits der Touristenströme führt unser Weg am flinken Kaninchen vorbei (Au Lapin Agile) zum Friedhof. Dort finden wir wohltuende Ruhe, schattige Wege und das Grab von Heinrich Heine.
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2. Urlaubspralinchen – ein perfekter Start? #frankundfreiSinnreichreisen http://localhost:45727/?p=1161 Tue, 19 Sep 2017 17:33:49 +0000 http://localhost:45727/?p=1161 Weiterlesen ]]> Wer das erste Mal in Paris ist, muss natürlich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten abklappern. Auf jeden Fall sollte auch die Kathedrale Notre-Dame darunter sein.


Dafür eignet sich der Sonntagmorgen besonders. Von der Metro-Station muss man noch ein paar Ecken laufen, bis man die trutzigen Türme endlich sieht. Und gleich auf den zweiten Blick sieht man die Warteschlange, die sich über den gesamten Vorplatz schlängelt. „Oh nein! Bis wir in der Kirche sind, ist die Messe vorbei“, befürchtet mein Mann. Ich grinse. Ob in Canterbury, Dublin, Rom oder Paris – bisher bin ich überall pünktlich zur Messe gekommen.

Zügig gehe ich an der Schlange vorbei und halte auf den rechten Eingang zu. Meine Begleiter haben Mühe, Schritt zu halten. Ein Security-Mann fragt mich, wo ich hin will. „Ici pour la messe?“, frage ich ihn und deute auf den Eingang links von ihm, während sich rechts die Touristenströme langsam aber stetig vorwärts schieben. Er nickt und lässt uns passieren. Wir sind so rechtzeitig, dass wir im vorderen Mittelschiff drei Sitzplätze nebeneinander finden. Auf dem Liedblatt, das verteilt wird, sind neben den Liedern auch die Texte der Lesung und des Evangeliums auf Französisch und Englisch abgedruckt, so dass wir die „messe pour les nationes“ und ihren Ablauf problemlos mitfeiern können. Wer also am Sonntag um 11.30 Uhr in der Kirche ist, erlebt eine musikalische Eröffnung mit imposantem Orgelspiel und großem Einzug, die dem altehrwürdigen Gotteshaus eine ganz besondere Atmosphäre beschert. Die gesangliche Darbietung der vier Solisten ist ein Genuss, und die vielen Menschen aus aller Herren Länder lassen mich die buchstäbliche Bedeutung von katholisch begreifen: allumfassend, weltumspannend.

Wer früher den Tag beginnen will, kann auch die Messe mit gregorianischem Gesang besuchen (wenn ich mich recht erinnere, um 8.00 Uhr). Ob diese nur im August angeboten wird und zu welcher Uhrzeit müsst ihr allerdings selbst herausfinden. Doch glaubt mir, das Feiern einer Messe in Notre-Dame ist ein besonderes Erlebnis, das tatsächlich „selig“ macht und das Herz ergreift. Ein Moment der Besinnung und Sammlung, bevor wir uns in die Hektik der nächsten Sehenswürdigkeiten stürzen.

Für mich der optimale Start in eine Zeit mit schmerzenden Füßen, voller Blickfänge und Aussichten, fremder Gerüche, Geräusche und Geschmacksempfindungen.

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1. Urlaubspralinchen: Eine Wanderung an der Küste #frankundfreiSinnreichreisen http://localhost:45727/?p=1153 Fri, 08 Sep 2017 08:39:11 +0000 http://localhost:45727/?p=1153 Weiterlesen ]]> Gestern Abend bei Hirschhausens „Quiz des Menschen“ habe ich gelernt, dass man bei feuchtem Wetter besser riechen kann*. Ist das auch der Grund für die unterschiedliche Wahrnehmung von Nordsee und Mittelmeer?
Wer an die Nordsee fährt kann das Meer schon riechen, bevor man es sieht. Fährt man an die französische Mittelmeerküste, sieht man das Meer schon von Weitem blau leuchten, bevor man überhaupt eine Chance hat, „Witterung“ aufzunehmen. Das ist einerseits der Topografie geschuldet: Nordsee-Vorland ist so platt, dass man nicht übern Deich gucken kann, während die massiven Bergketten der Provence bis an die Küste reichen, wo sie in sanften Hügeln auslaufen oder als imposante Felsformationen ins Wasser stürzen. Andererseits riecht das Mittelmeer auch dann kaum, wenn man darin schwimmt.
Mein erstes Urlaubspralinchen berichtet von einer kleinen Wanderung an der Côte d’Azur:
Der Nationalpark hinter unserem Hotel scheint gesperrt zu sein. Waldbrandgefahr.  Wir rätseln über das französische Schild, das mitten auf dem Weg steht, als uns eine junge Parkwächterin anspricht, ob sie uns weiterhelfen kann. Wir wechseln ins Englische und sie erklärt uns, dass wir „am Strand entlang“ bis zur nächsten Badebucht gehen können.
Sand schwappt in meine Sandalen. Im Schatten der Bäume ist es angenehm. Vom Wasser schallt Kinderlachen zu uns hoch. Wir kraxeln über Steine, Wurzeln und Treppenstufen aus dicken Holzbowlen. Unter uns das Meer. Azurblau. Glasklar. Es duftet nach Kiefern, Pinien und Harz. Zu Hause ist das der Duft, der Weihnachten ankündigt. Doch bei den hohen Temperaturen löst er keine Weihnachtsstimmung aus.
Auf dem Weg entdecke ich Wurzeln, die von vielen Füßen glatt geschliffen wurden. So kommt ihre rot-braune Maserung wunderschön zur Geltung.
Der Weg ist anstrengender als gedacht. Es geht auf und ab und man muss schon genau schauen, wohin man tritt, wenn man nicht ausrutschen oder sich den Fuß verdrehen will. Hin und wieder machen wir Halt im Schatten einer Pinie, um den nächsten Abschnitt in der prallen Sonne zu überstehen. Wenn uns jemand entgegenkommt, wird es auch schon mal eng. Doch mit „Bonjour“ und „Merci“ kommt jeder gut am anderen vorbei. Nach einer knappen halben Stunde sind wir immer noch mehr als einen Kilometer von der angestrebten Bucht entfernt. Wir sind zwar eingecremet, haben aber kein Wasser dabei. Zur Umkehr bewegt uns aber vor allem unser Versprechen, in einer Stunde zurück zu sein und Baden zu gehen. So erfrischend wie nach diesem Spaziergang war das Meer selten.
* Die Duftmoleküle können nämlich nur an unsere Riechrezeptoren andocken, wenn sie in Wasser gelöst sind.
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